Ein Progamm für den Mac, das neue Fotos alt aussehen lässt: Wie gut ist die App und wer braucht sowas?
Auf den ersten Blick absurd: digitale Bilder analog aussehen lassen. Aber genau darum gehts. Der fehlerfreie Look digitaler Bilder ist nicht immer erwünscht; Fehler sind menschlich und damit natürlich. Der Stilpirat hat ein paar Zeilen über die Ästhetik der Fehler geschrieben, mit analogen Beispielen aus seiner Dunkelkammer.
Nun gibt es Menschen die zwar unperfekte Bilder mögen, aber lieber vor der “digitalen Dunkelkammer” hocken als in der echten — für die gibt es Flare.
Was macht das Ding?
Flare kostet momentan 10 Dollar im AppStore und bietet dafür eine breite Vielfalt an Texturen, Lightleaks und Farbfiltern. Dabei funktioniert die App wie ein Mini-Photoshop: Jeder Effekt wird als Ebene über das Bild gelegt; Opacity, Verrechnungsmodus, Ebenenmaske usw. können einzeln verändert werden. Die Möglichkeiten sind äußerst umfangreich, man kann sich kreativ an den Reglern austoben.
Die App kommt mit 30 vordefinierten Presets, also Kombinationen verschiedener Effekte. Selber neue zu erstellen geht ganz einfach. Außerdem sind sie teilbar, das heißt: Eigene Presets können exportiert und andere importiert werden (auf der Website gibts einen Downloadbereich).
Wer braucht sowas?
Leute die ausschließlich analog fotografieren werden über diese App wohl nur müde lächeln können. Photoshop-Gurus finden den Funktionsumfang möglicherweise begrenzt. Alle anderen, die ihre Bilder digital nachbearbeiten, dürften aber begeistert sein.
Die Bedienung ist einfach und durchdacht — Apple-Style eben — die Ergebnisse können sich sehen lassen. Bilder können in Originalgröße exportiert werden und eine direkte Anbindung an Flickr gibts auch. Die App kann sogar als externer Editor für Aperture, Lightroom oder iPhoto definiert werden.
Fazit
Auf der Website gibts eine Testversion zum selber eine Meinung bilden. Ich kann die App jedenfalls wärmstens empfehlen.





