Das war heute der erste Schritt weg vom Knipsen, hin zur Fotografie. Und zwar ANALOG. Entschleunigt. Zumindest verspreche ich mir das davon.
Damit der Schock nicht zu groß ist: Sofortbild. Polaroid stellt seit 2008 keine Filme mehr her, aber das Impossible Project sorgt für Nachschub. Also den Staub von der alten Polaroidkamera gewischt und Film eingelegt: der Kasten spult und rattert und spuckt dann das schwarze Deckblatt des Films aus. Das kenn ich so nicht von meiner D90.
Acht Fotos. Da überlegt man sich wann man den Auslöser drückt.










7 Kommentare
Peter
3. Oktober 2011Glückwunsch zu diesem Schritt! Und die Aufnahmen sehen toll aus. Welches Filmmaterial ist das genau?
Habe mir vor 2 Wochen auch eine Polaroid SX-70 ersteigert, da lagen ein S/W-Film von Impossible und 2 Color Shade Push (die mit dem Pink-Stich) dabei. Die Ergebnisse sind, na ja, ab und zu ganz schön. Ich experimentiere noch reichlich mit dem Hell-Dunkel-Rad.
Wie viele Aufnahmen pro 8er-Pack sind bei Dir wirklich schön?
Danke und viel Spaß weiterhin
Peter
Steven
3. Oktober 2011 - http://steven.at - @steven_atHallo Peter,
der Film ist ebenfalls von Impossible: ein PX 70 Color Shade. Von den 8 Aufnahmen bin ich mit 4 recht zufrieden, die anderen sind leider etwas unscharf. Den Autofokus hab ich noch nicht so richtig durchschaut.
Ich hab das Rad auf ganz dunkel eingestellt, wie es mir im Shop empfohlen worden ist. Die Farben sind einfach klasse: schöne warme Töne.
Vom Color Shade Push hab ich eben zum ersten Mal gehört; scheint aber momentan nicht verfügbar zu sein. Der würde mich auch interessieren, kommen die Farben gut raus?
Peter
3. Oktober 2011Was den Push betrifft, glaube ich, dass er sich besonders für Motive eignet, die von Haus aus viel Rot haben, also dieser Tage das erste rotgefärbte Herbstlaub. Habe im Schrebergärtchen Rosenblüten fotografiert – sind toll geworden, meine besten Polaroids bislang.
Den Color Shade habe ich in 3 Packungen schon im Kühlschrank liegen, bin nur bisschen sparsam bei 2,50 Euro pro Bild. Ich bin aber gespannt darauf, ihn auszuprobieren. Das will ich in Kopenhagen machen, wohin ich nächste Woche fahre.
Autofokus habe ich gar nicht, alles ist im Handbetrieb einzustellen. Erst spätere Modelle der SX-70 haben auch Autofokus, ich habe ein früheres erwischt.
Produktionshistorisch kam erst der Color Shade FF (First Flush), dann die zweite Charge, Color Shade Push genannt, und nun der Color Shade ohne Zusatzbezeichnung, der wohl die ausgereifteste chemische Rezeptur besitzt.
Steven
3. Oktober 2011 - http://steven.at - @steven_atIch spare jetzt auch erstmal auf den nächsten Film, bei dem Preis. Werd dann aber den schwarzweissen testen.
Auch bei der Entwicklung gäbs noch vieles auszuprobieren: unteschiedliche Temperaturen, mechanische Manipulation – ein ganz neues Feld tut sich auf.
Viel Spaß jedenfalls in Kopenhagen, bring schöne Polaroids mit
Peter
28. Januar 2012Hallo Steven,
ich habe die Polaroids aus Kopenhagen nicht vergessen, es hat nur etwas gedauert. Inzwischen ist dein analoges Fotoschaffen weit fortgeschritten bis hin zur Hasselblad. Meinen Glückwunsch! Und vergiss die gute alte Polaroid nicht.
Du findest die Kopenhagen-Polaroids hier: http://500px.com/Peter_Maennig
Die nächsten Aufnahmen mit der Polaroid-Kamera mache ich wohl erst im Frühjahr, wenn es wärmer und heller wird, denn das Material von Impossible Project ist sehr lichtbedürftig und beim Entwickeln sehr kälteempfindlich.
Peter
Peter
14. Februar 2012Hallo Steven,
ich hatte mir im Januar auf ebay original Polaroid-Filme ersteigert und habe mich sehr auf die ersten echten Polaroids gefreut. Einziger Haken: Die Filme hatten als Verfallsdatum Oktober 1992, also 20 Jahre überlagert.
Heute Morgen dann der magische Augenblick. Ich öffnete die noch unversehrte Packung, die übrigens standardmäßig zwei Zehnerfilmpacks enthält (und umgerechnet auf die Preise von Impossible Project 50 Euro wert ist) und schob den ersten Filmpack in die Kamera. Augenblicklich setzte Ernüchterung ein, denn die im Filmpack enthaltene Batterie, die die gesamte Kamera mit Strom versorgen muss, schaffte es schon nicht mehr, den Deckel der Filmpackung auszuwerfen. Den musste ich von Hand rausziehen. Erwartungsgemäß blieb das erste Foto in der Kamera stecken. Sie hat zwar noch korrekt ausgelöst, aber die Batterie vermochte das Bild nicht herauszutransportieren. Ich habe das Bild von Hand herausgezogen und interessehalber vorsichtig den unteren Bildrand aufgeschnitten, in dem die Entwicklerpaste integriert ist. Die Paste war längst eingetrocknet, es hätte also auch bei intakter Batterie kein Bild gegeben.
Fazit: Kaufe niemals nicht 20 Jahre überlagerte Polaroid-Filme. Nun, einen Versuch war es wert, es hätte ja sein können, dass es funktioniert.
Insofern musst Du als analog tätiger Fotograf vielleicht jetzt schon beginnen, Dich umfangreich mit Filmmaterial zu bevorraten und es so einzulagern, dass es noch lange hält.
Soviel an Testergebnissen aus dem “Leipziger Polaroid-Labor”
Gruß
Peter
Steven
15. Februar 2012 - http://steven.at - @steven_atHallo Peter,
danke für den Tipp und das du deine Erfahrungen hiermit mir teilst. Abgelaufene Filme sind natürlich immer ein Spiel mit dem Zufall, aber wenn dabei – im wahrsten Sinne des Wortes – gar nix rauskommt, dann ists auch schade.
Jetzt schon einen Vorrat anzulegen wäre eine Möglichkeit, aber ich bezweifle das sich der bei mir lange genug halten würde
Liebe Grüße, momentan aus dem “120er-Rollfilm-Badezimmer-Heimlabor”. Ich experimentiere mit Kaffee …