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13. Sep 2009 5 Fotos 0 Kommentare Teilen

Die Leute in Tibet sind unglaublich nett, man hat sofort das Gefühl willkommen zu sein. Bei den Chinesen hier eher weniger, die besetzen die Stadt. Militärposten auf der Straße und auf den Dächern, Patrouillen ziehen mit Gewehren durch die Gassen. Das macht ein mulmiges Gefühl.

3400 Meter über dem Meer sind gar nicht ohne. Ich habe Glück und vertrage die Höhe gut, kein Kopfschmerz, fast kein Schwindel, kein Nasenbluten, nur etwas müder als sonst.

Oh Ma Ni Be Me Ha

Besonders beeindruckend für mich: der tiefe Glaube der Menschen, die zum großen Tempel pilgern. In Ehrfurcht werfen sie sich auf den Boden, während sie ihn umrunden. Das Heiligtum immer rechts, sonst zählt es nicht. Die Alten mit ihren dunklen, gegerbten Gesichtern umrunden in 2 Stunden ganz Lhasa. Früh morgens, jeden Tag. Stetig drehen sich die Gebetsmühlen im Takt zum Mantra – Oh Ma Ni Be Me Ha – immer wieder, immer wieder.

Die Innenstadt von Alt-Lhasa: hauptsächlich Märkte

Gebetsfahnen, Räucherwerk, Yakbutter für die Tempelkerzen, Kleidung, Schmuck, Klangschalen, Buddhas, Steigbügel, Taschen, Lederstiefel und Souveniers. Hier kann man Tage verbringen und immer noch Neues entdecken. In meinem Rucksack wirds eng und ich überlege schon ernsthaft ein paar Unterhosen zurückzulassen, denn die gibts auch billig in Chengdu.

Verbrannte Kindergesichter

Der höchste Punkt, den wir besuchen, ist ein Pass auf 5190 Meter über dem Meer. Dort oben ist die Luft schon ziemlich dünn und auch Lichtschutzfaktor 50 bietet nur begrenzten Schutz. Die vielen Kinder haben von der Sonne verbrannte Gesichter. Die Berge und der Namcosee sind atemberaubend, der höchste Gipfel den wir sehen kratzt bei 7111 Metern am Himmel.

Tee gegen Höhenkrankheit

Am letzten Tag besuchen wir eine tibetische Kräuterapotheke, wo uns Ärzte aus der Hand lesen und unseren Puls fühlen. Dann trinken wir Tee gegen Höhenkrankheit, 6 Stunden bevor wir wieder ins Flachland fliegen. Einige Hausmittel der Tibeter werden uns vorgestellt, zum Beispiel in Alkohol eingelegter Yak-Penis.

Bye bye Tibet, ich werde an dich denken wenn die Gebetsfahnen zu Hause im Wind wehen.

Life is short. Speak your mind.

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